London, November 1898. In den engen Gassen von Whitechapel taucht eine neue Leiche auf: eine junge Frau, „aufgerissen wie ein Tier”. Zehn Jahre nach den letzten Morden des Phantoms, dessen Name zur Legende wurde, Jack the Ripper, scheint die Welt der East-End-Gerüchte wieder den Atem anzuhalten. Niemand hat den Ripper je gefasst. Und nun ist da wieder dieses Etwas, das die Stadt in Angst versetzt. Den Fall übernimmt Inspektor Gilles McCabe: vom Vorgesetzten verachtet, von seinen Leuten gefürchtet und respektiert.
In der Leichenhalle stellt sich der Fall noch verstörender dar, als er zunächst aussah. Zerfetzte Organe, zerrissene Handmuskeln, Bisswunden, die nach einem Tier aussehen. Aber das Brustbein? Mit einer Präzision durchtrennt, die kein Hund je hinbekäme. Bisse und Skalpell zugleich. Mensch oder Tier? Etwas dazwischen? Das fehlende Herz, ein abgetrennter Finger, und in einem Fall sogar ein entfernter Fötus zeichnen ein Bild, das selbst hartgesottene Ermittler ins Wanken bringt.
Gilles McCabe und die kaltblütigen Mordfälle ist ein viktorianischer Mystery-Krimi mit Horror-Einschlag, ein Buch, das in der Tradition von From Hell (Alan Moore, Eddie Campbell) steht und doch eine eigene, polnisch geprägte Bildsprache findet.
Fazit
Eine Graphic Novel über die Macht der Legenden und die Frage, wie viel Bestie in einem Menschen wohnen kann.
Anna –
Toller Comic, gut gezeichnet und spannend von der ersten Sekunde. Die Zeichnungen sind auf ihre Art ausdrucksstark, anders, hat mir sehr gefallen.
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